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Auf der CeBIT 2011 wurde der Entschluss der deutschen CIO-Netzwerke, eine engere Zusammenarbeit über einen gemeinsamen Verband zu etablieren, bekannt gegeben. An dieser Aufgabe haben das CIOcolloquium, der CIO-Circle und das cioforum e.V. gemeinsam weitergearbeitet. Die Gespräche waren erfolgreich und sind nahezu abgeschlossen.
Die wichtigste Erkenntnis auf dem Weg zu einem CIO-Verband war, dass Netzwerkarbeit und Interessenvertretung aus einem Guss nur dann entstehen können, wenn es auch einen gemeinsamen organisatorischen Rahmen gibt und keinen an die Netzwerke angekoppelten Verband. Aus diesem Grund haben sich die Vertreter der Netzwerke für einen Übergang der bisherigen Organisationen in eine neue, gemeinsame Organisation ausgesprochen. Diesem Vorschlag folgten auch die Entscheidungsgremien der drei Netzwerke. Die neue Organisation soll als eingetragener Verein bis zum IT-Gipfel 2011 im Dezember formiert sein. Der Name der zukünftigen Organisation befindet sich hinsichtlich der rechtlichen Verwendung und Domainverfügbarkeit noch in Prüfung.
Neben der Struktur entstand im Rahmen der Zusammenarbeit aber auch ein Leitbild für die zukünftige Organisation:
1. Vom CIO für den CIO – die Netzwerkarbeit steht im Vordergrund
2. Eine starke Stimme der IT-Anwender
3. Koordination und Bündelung der CIO-Aktivitäten
4. Qualität und Tiefe statt inhaltlicher Breite der vertretenen Standpunkte
5. Der Charakter der Netzwerke hinsichtlich Branche oder Unternehmensgröße bleibt erhalten
Diese Ideen prägten die konstruktive Arbeit ebenso wie den Satzungsentwurf und den Servicekatalog.
Parallel zu Satzung und Servicekatalog wurde der Gründungsprozess initiiert. Jeweils drei CIOs aus den bisherigen Netzwerken sind die Gründungsmitglieder:
CIOcolloquium: - Dr. Thomas Endres, Deutsche Lufthansa AG
- Dr. Hermann Kruse, DB Mobility Logistics AG
- Joachim J. Reichel, Wacker Chemie AG
CIO-Circle: - Henning Stams, Almatis GmbH
- Martin Urban, Berliner Stadtreinigung AöR
- Karsten Vor, Honeywell Life Safety
cioforum e.V.: - Constantin Kontargyris, TÜV Rheinland AG
- Dietmar Lummitsch, Jungheinrich AG
- Dr. Andreas Rebetzky, sto AG
In den nächsten Tagen wird die Anmeldung zur Eintragung erfolgen, so dass wir im Dezember zum nationalen IT-Gipfel die formelle Gründung des Verbandes kommunizieren können.
Wir freuen uns sehr über den Zuspruch, den wir von vielen Seiten erhalten haben und über die konstruktive Zusammenarbeit in diesem ambitionierten Prozess. Aus diesem Grund möchten wir uns bei allen bedanken, die mittelbar und unmittelbar unterstützen und begleiten.
München, 15. November 2011
Die IT-Chefs (CIO) der deutschen Konzerne und Mittelständler rüsten auf. Das CIOcolloquium, der CIO-Circle und das cioforum e.V. wollen sich zusammenschließen.
Auf der CeBIT haben leitende Vertreter die Gründung eines Bundesverbandes für IT-Anwender im Laufe dieses Jahres angekündigt.
"Den Herausforderungen kann man nur gemeinsam begegnen. Um auch künftig die Wettbewerbsfähigkeit am Wirtschaftsstandort Deutschland zu fördern, müssen wir die Zusammenarbeit der IT-Anwender optimieren. Das geht nur mit einer Stimme", beschreibt Dr. Thomas Endres, CIO der Deutsche Lufthansa AG und Sprecher des CIOcolloquium, die Motive für den beabsichtigten Zusammenschluß. "IT-applied, die effektive Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK) ist ein Erfolgsfaktor für unsere Unternehmen geworden."
"Ein wesentliches Ziel ist es, das Sprachrohr der deutschen CIOs und IT-Entscheider in den Unternehmen zu sein. Zugleich werden wir der Ansprechpartner für Politik, IT-Anbieter sowie Forschung und Lehre", erläutert Constantin Kontargyris, Konzern CIO der TÜV Rheinland AG und Vorstand im cioforum e.V.
"Wir sind als IT-Anwender inzwischen an einem Punkt angelangt, an dem es auch darum geht, nachhaltig unsere Umwelt zu schützen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die das ermöglichen. Hierbei kann sicher mit den Mitteln der Green-IT ein Beitrag geleistet werden. Gleichzeitig müssen wir jedoch auch weiterhin entscheidende Faktoren wie Innovationskraft, Produktivität und die Kosten im Blick behalten", erläutert Martin Urban Leiter Datenverarbeitung der Berliner Stadtreinigung und Mitglied im Initiativkreis des CIO-Circle.
"Durch den Zusammenschluss erschließen sich große Potenziale, eine bessere und kostengünstigere IT als Produktionsfaktor für unsere Unternehmen zu gestalten", ergänzen Henning Stams, Vice President Demand Management & Chief Information Officer der Almatis GmbH und Paul Schwefer, Chief Operating Officer (COO) der DHL Global Forwarding.
Tatsächlich würde durch den Zusammenschluß der drei Organisationen eine beeindruckende Einkaufsmacht gebündelt. „Vorausgesetzt, alle Mitwirkenden und Mitglieder wechseln in die neue Organisation, wären es ca. 1.000 Unternehmen, die für ein addiertes IT-Budget von ca. 100 Milliarden Euro stünden“, sagt Dr. Thomas Endres.
Die grundsätzliche Absicht zum Zusammenschluß wurde am 22. Februar 2011 in einer gemeinsamen Sitzung von den Beteiligten in Köln gefasst. Jetzt steht eine Menge Detailarbeit bevor. Vor allem die Struktur muß festgezurrt werden, Potenzial für den einen oder anderen Streit, wird bereits in der Branche gemutmaßt. Auch ein Name ist noch nicht gefunden. Dennoch ist beabsichtigt, mit der neuen Organisation noch in diesem Jahr zu starten.
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